Archiv des Autors: Daniel Blaschke

Neue Spielecke für das Rathaus

„Die Spielecke im Wartebereich des Einwohnermeldeamtes hat ihre besten Zeiten schon hinter sich, da müssen wir was machen!“

Mit diesem Satz hat der Jugendreferent der Stadt Töging a. Inn Daniel Blaschke einen mündlichen Antrag auf Erneuerung des Wartebereichs beim ersten Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst eingereicht. Nach kurzer Besichtigung der vorhandenen Spieleecke, wenn man eine alte rote Metzgerkiste mit heruntergekommenen Büchern und Plüschkissen als Spielecke bezeichnen kann, bestand schnell Einigkeit diese Situation schnellstmöglich zu ändern.

Dr. Windhorst, selbst Vater einen Tochter im Kleinkinderalter war von der Idee schnell zu begeistern und so wurde kurzerhand bei einem schwedischen Möbelgeschäft ein Tisch, mehrere Stühle, eine Holzeisenbahn,  drei Holzautos, ein Straßenteppich, eine Motorikschleife und noch weitere kleine Kinderspielsachen bestellt.  Für einen angemessenen Betrag konnte so der Kinderplatz im Rathaus extrem aufgewertet und einladend gestaltet werden.

Blaschke dankte beim Aufbau dem Bürgermeister für die schnelle und unkomplizierte Umsetzung des Projektes. Die Familienreferentin Angelika Tönshoff und die Tochter des Initiators Antonia Blaschke halfen bei der Umgestaltung tatkräftig mit.

Auf dem Foto vlnr.  Daniel Blaschke, Antonia Blaschke, Angelika Tönshoff

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Hinter den Kulissen (Juni 2015)

Liebe Töginger!

Eine wichtige Aufgabe einer Gemeinde ist es, für seine Bewohner Wohnraum und Baumöglichkeiten zu schaffen, vor allem für Familien, die sich erweitern oder zuziehen wollen.

Ebenso ist es die wichtige Aufgabe einer Gemeinde, durch Aufstellen von Bauleitplänen und eine geordnete Grundstückspolitik das Stadtbild lebendig zu gestalten und das Erscheinungsbild der Straßen, Wege und Plätze, Gebäude und Grünanlagen zu verbessern.

Wenn ich auf die jüngste Sitzung des Bauausschusses zurückblicke, fällt mir auf, wie viele Einzelinteressen bei der Erfüllung dieser Aufgaben doch unter einen Hut gebracht werden müssen. Man sieht dies vor allem an den jetzigen Planungen an der Paul-Ehrlich-Straße. Die Stadt Töging hat dort wie schon andernorts alte unbrauchbar gewordene Gebäude abreißen lassen, um die frei gewordenen Flächen bestmöglich einer neuen Wohnbebauung zuzuführen.

Am Wittelsbacher Platz sehen wir beispielsweise, wie dies schon in der Vergangenheit erfolgreich durchgeführt wurde. Dort war freilich die Planung lange nicht so schwierig wie jetzt an der Paul-Ehrlich-Straße, wo die Anlage neuer Bauplätze mitten in einem Straßenviertel erfolgt und schon von jeher die Zufahrtsmöglichkeiten eher schwierig sind. Wer dort nicht jeden Tag vorbeikommt: Die jetzigen Freiflächen sind nur durch eine relativ schmale Straße von Süden und einen Fußweg von Norden aus erschlossen. Dazu sind in den letzten Jahrzehnten dort weitere Gebäude in den jeweiligen „hinteren“ Teilen der Grundstücke entstanden, die an der Paracelsus- und Aventinstraße liegen.

Dies hat zu einer Verdichtung geführt, die zwar grundsätzlich äußerst positiv ist, um die sehr lang geschnittenen Grundstücke dort optimal zu nutzen, die aber auch dazu beigetragen hat, dass der Platz um die Paul-Ehrlich-Straße bis heute eigentlich nicht richtig erschlossen ist.

Aus städtebaulicher Sicht ist es angezeigt, dass die Paul-Ehrlich-Straße in einen „ordentlichen Zustand“ versetzt wird. Der Bauausschuss konnte sich bei seiner Ortsbesichtigung jedenfalls ein Bild machen, dass dort die Straße teilweise bis in die Mitte hin aufgerissen ist. Natürlich kann man die Flecken wieder notdürftig verschließen und dies in einigen Jahren immer und immer wiederholen. Zu einer ordentlichen Erschließung gehört aber nicht nur, dass die Straße in einem annehmbaren Zustand ist. Hierzu gehören eine ordentliche Straßenbeleuchtung, Erneuerung der Kanäle, die aufgrund der Neubebauung ohnehin erweitert werden müssen, und so fort.

Selbstverständlich ist eine solche Erschließung mit ganz erheblichen Kosten für die Anwohner verbunden, die aufgrund des geltenden Erschließungsrechts finanziell beteiligt werden müssen. Dies betrifft im Übrigen auch diejenigen, die dort neu bauen. Über die letzten Jahrzehnte ist dort leider immer versäumt worden, die Erschließung ordentlich zu erledigen.

Zu berücksichtigen sind auch die Interessen der ganzen Bevölkerung, denen die Stadt gegenüber verantwortlich ist, mit den finanziellen Mitteln sorgsam umzugehen, d.h. auch bei Schaffung von Bauland und Verkauf von Grundeigentum wirtschaftlich optimal zu handeln. Was die Stadt auf der einen Seite verliert, geht nämlich an derer Stelle wieder ab.

Berücksichtigt werden müssen natürlich vor allem ebenfalls die Interessen der Anwohner vor Ort, die durch die Neubebauung keine unangemessenen Nachteile erleiden dürfen. Hierzu zählen vor allem ausreichende Zufahrts- und Parkmöglichkeiten.

In unserer Fraktion werden wir die jetzige Planung nun genau unter die Lupe nehmen. Wie vorgeschlagen, sollen die verschiedenen Alternativen genau betrachtet und besprochen werden. Wie ausgeführt stoßen hier verschiedene Interessen aufeinander, die miteinander in Einklang gebracht oder gegeneinander abgewogen werden müssen.

Sie können sich sicher sein, dass jedes Mitglied unserer Fraktion hierbei verantwortungsbewusst entscheiden wird. Unser Interesse liegt bei der Stadt Töging und allen seinen Bewohnern.

Ihr

Christoph Joachimbauer

CSU-Fraktionssprecher

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Hinter den Kulissen (Mai 2015)

Liebe Töginger!

Am vergangenen Sonntag waren Sie aufgerufen, sich dazu zu äußern, wer in Zukunft Träger unseres „Kindergartens Löwenzahn“ sein soll. Große Resonanz hat die Abstimmung nicht gefunden, was wohl vor allem damit zu tun hat, dass dieses Thema die wenigsten von Ihnen direkt betrifft oder aber Sie der Ansicht waren, diese Entscheidung können und sollen die von Ihnen gewählten Vertreter im Stadtrat selbst treffen.

Ich kann dies nachvollziehen. Wesen unserer Demokratie ist nicht zuletzt, dass Sie Personen bestimmen, die für Sie für eine vorgegebene Zeit die Aufgabe der städtischen Verwaltung und kommunalen Gestaltung erfüllen. Viele werden sich zu Recht fragen, „wieso soll ich selbst die Aufgaben wahrnehmen, die ich denen in die Hände gelegt habe, die hierfür Verantwortung übernommen haben und von allen hierzu bestimmt worden sind?“

Die geringe Beteiligung am Bürgerentscheid hat gezeigt, dass die breite Mehrheit der Bevölkerung kein Verständnis dafür hat, dass auf Initiative weniger versucht wird, Einzelinteressen durchzusetzen.

Besonders geärgert hat mich dabei, dass auf einigen Werbungen zum Bürgerentscheid stand, „die persönliche Meinung von manchen Volksvertretern“ dürfe nicht zählen. Ich rufe denen, die so etwas fordern ins Gedächtnis, dass Volksvertreter gerade dafür gewählt werden, die Bevölkerung zu vertreten und nach ihrem Gewissen und ihrer Meinung für alle verbindliche Entscheidungen zu treffen. Die Ansicht, der Wille einzelner nicht gewählter Personen sei allein ausschlaggebend, ist geradezu undemokratisch und steht dem gegenüber was unsere Verfassung für das Gemeinwesen vorschreibt.

Nochmals: Es geht nicht darum, dass unser Kindergarten quasi aufgelöst werden soll. Die Trägerschaft soll nur dem angepasst werden, was die gesetzliche Lage vorsieht und der Kindergarten in die Hand einer Körperschaft gelegt werden, die sich vielerorts als besser erwiesen hat als eine kleine Kommune wie unsere Stadt.

Wir stehen nunmehr wieder dort, wo wir Anfang des Jahres waren. Die Entscheidung liegt wieder da, wo sie ehrlich gesagt auch hingehört, beim gewählten Stadtrat.

Die im Stadtrat versammelten Volksvertreter werden nunmehr darüber zu befinden haben, ob die Trägerschaft auf das Rote Kreuz übertragen wird. Hierbei wird jedes Mitglied im Stadtrat über alle Fraktionen hinweg nach dem entscheiden, was ihrer oder seiner Meinung nach für unsere Kinder das Beste ist. Beachtet werden dabei die Interessen aller Beteiligter, der Eltern, der Mitarbeiterinnen und der gesamten Bevölkerung.

So sieht verantwortungsvolle Politik aus. Hierfür stehen wir als CSU-Fraktion und hierfür setzen wir uns ein.

Ihr

Christoph Joachimbauer

CSU-Fraktionssprecher11-Joachimbauer-Christoph

 

 

Neue Technik bei den „Inntaler Schützen“

Die „ Inntaler Schützen“ haben beim letzten Vereinsabend  einen Ausblick in die Zukunft des Schießsportes gewährt. Der 1. Schützenmeister Kurt Bleicher und sein Team haben dem ersten Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst und den beiden Stadträten Kathrin Hummelsberger und Daniel Blaschke zwei elektronischen Schießstände, die momentan zur Probestellung im Schützenheim aufgestellt wurden,  demonstriert. Die beiden Systeme unterscheiden sich zum herkömmlichen Verfahren sehr deutlich. Muss beim Alten mit Seilzügen die Zielscheibe hin und her gefahren werden und anschließend von einem speziellen Lesegerät ausgewertet werden, erledigt dies beim Zukünftigen ein Sensor mit einem spezieller Touchpad – Computer. Die Auswertung  geschieht in Echtzeit. Nach dem Schuss kann das Ergebnis, auf dem Monitor, sofort abgelesen werden.

Die Stadtvertreter durften sich nach der Vorstellung selbst von der neuen Technik überzeugen. Leider waren die Ergebnisse nicht besser als bei den traditionellen Pappscheiben.

Die Schützen testen seit drei Wochen zwei  verschiedene Hersteller der neuen Schießstände.  Im Gespräch mit den Mitgliedern hat sich bereits ein klarer Favorit herauskristallisiert.  Die Modernisierung  der Anlage wird ca. 23500 Euro kosten und ein tiefes Loch in die Vereinskasse reißen. Der Verein sucht noch Sponsoren für den Umbau. Kosten für ein System werden ca. 2600 Euro betragen.

Auch die Stadt Töging wird sich an der Modernisierung beteiligen.  Diese Unterstützung hat der erste Bürgermeister bereits in Aussicht gestellt.

Leider wird die Umsetzung bis zur nächsten Stadtmeisterschaft  nicht zu verwirklichen sein. Der Umbau soll voraussichtlich im Mai 2016 stattfinden.

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Auf dem Foto vlnr. Kurt Bleicher, Kathrin Hummelsberger, Daniel Blaschke

Ärztemangel: Den Finger in die Wunden legen

Derzeit ist Töging noch ausreichend mit Ärzten versorgt. Dies kann in zehn Jahren aber ganz anders aussehen. Dies war eine der Feststellungen der „Kamingespräche“ der CSU Töging am vergangenen Sonntag im gut besuchten Kaminstüberl des Gasthauses Springer. Unter der Leitung von Dominik Joachimbauer lud der Ortsverband nun schon zum vierten Mal die Töginger Bevölkerung ein, zu einem aktuellen Thema die Ausführungen kompetenter Fachleute zu hören und sich selbst an der Diskussion zu beteiligen. Auf dem Podium saßen diesmal der Bundestagsabgeordnete Tobias Zech und die Mediziner Dr. Josef Wirth, der vor Ort praktiziert, und Dr. Bernhard Kofler sowie Dr. Gerald Quitterer, beide von der Kassenärztlichen Vereinigung, einmal für den Bezirk Oberbayern zum anderen für den Bezirk Niederbayern. Wirth, der einer von vier niedergelassenen Ärzten in Töging ist, betonte ebenso wie die beiden anderen Mediziner, dass die Tätigkeit als Hausarzt nach wie vor sehr attraktiv ist und für die medizinische Versorgung der Bevölkerung unerlässlich sein wird, auch in Zukunft. Mit einem „theoretischen“ Verhältnis von 200 Einwohnern pro Arzt sei Bayern zwar durchaus gut versorgt, so Tobias Zech, dies bedeute aber nicht, dass man sich hierauf auch in Zukunft noch verlassen könne. Zum einen werden in absehbarer Zeit viele niedergelassene Allgemeinmediziner in den Ruhestand gehen, so auch in Töging, zum anderen seien immer weniger junge Ärzte bereit, den nicht ganz einfachen Beruf des „Hausarztes“ zu ergreifen. Flexibilität der Lebensplanung, ein geändertes Familienbild und oft bessere Verdienstmöglichkeiten auf anderen medizinischen Feldern schrecken viele davon ab, sich mit einer eigenen Praxis selbständig zu machen.

Hier seien sowohl die Politik gefordert als auch die Mediziner selbst. Angesprochen wurde beispielsweise die seit den 90er Jahren nicht mehr reformierte Gebührenordnung der Ärzte, in der neue Behandlungsmethoden bis heute noch nicht einmal als Gebührentatbestand auftauchen, geschweige denn eine Anhebung und Anpassung der Gebühren verzeichnet werden kann. Auch in den Universitäten müsse mehr Gewicht auf das Berufsbild des „Hausarztes“ gelegt werden, der nicht nur kompetenter Allrounder sein muss, sondern oft heute auch der Ansprechpartner seiner Patienten vor Ort ist, um die medizinische Versorgung zu organisieren und oftmals auch die Aufgabe einer Vertrauensperson für viele Patienten übernehmen muss.

Überspitzt formulierte dies ein Diskussionsteilnehmer so, dass der Hausarzt heute oftmals das übernehmen muss, was früher der Pfarrer als Beichtvater geleistet hat. Schwarz sehen die Fachleute die Zukunft freilich nicht. Man müsse nur jetzt die Zeichen der Zeit erkennen, um dann nicht im nächsten Jahrzehnt dazustehen und von der Entwicklung überrascht zu werden. In diesem Falle könnte durchaus eine Unterversorgung der Bevölkerung drohen, was sich vor allem auch auf ältere Menschen gravierend auswirken dürfte. Hoch erfreute zeigte sich nicht nur der neue Ortsvorsitzende Dominik Joachimbauer vom regen Interesse der Bevölkerung und den überaus spannenden Ausführungen der Fachleute.

Stadtrat Daniel Blaschke, selbst im Krankenhaus Altötting tätig und stellvertretender Vorsitzender des Ortsverbandes, der die Begrüßung übernahm, wies zu Beginn der Veranstaltung darauf hin, dass sich Töging zwar durchaus in der angenehmen Lage befinde, zwischen zwei Krankenhäusern zu liegen, die hausärztliche Versorgung am Ort aber durch nichts zu ersetzen sei.

2015-04-26 Ärztemangel