Geschichten aus dem Stadtarchiv

Ein volles Haus bei Selles Einkehr zum Müllerbräu und großes Interesse an der CSU-Veranstaltung. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um einen besonderen Abend unter dem Motto „Geschichten aus dem Stadtarchiv“ zu erleben. Die Resonanz zeigte eindrucksvoll, wie sehr die Tögingerinnen und Töginger ihre Stadt und deren Geschichte schätzen. Begrüßt wurden die Gäste vom Bürgermeisterkandidaten Daniel Blaschke, der in seinen einleitenden Worten betonte, wie wichtig es sei, neben dem Blick nach vorne auch immer wieder einen Schulterblick in die Vergangenheit zu werfen. Politik gestalte zwar die Zukunft, doch viele Themen hätten ihre Wurzeln in früheren Entscheidungen und Entwicklungen. Ein Verständnis der Geschichte helfe dabei, Zusammenhänge besser zu erkennen und heutige Herausforderungen einzuordnen. Die Geschichten des Abends wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Stadtarchivs unter der Leitung von Rupert Joachimbauer zusammengetragen. Mit viel Engagement und Liebe zum Detail wirkten Cornelia Friedrich, Karin Lenz und Stephanie Masszi an der Auswahl und Aufbereitung der Beiträge mit. Vorgetragen wurden die unterhaltsamen, kuriosen, interessanten, aber auch nachdenklichen Geschichten aus der Töginger Vergangenheit von Stadtratskandidat Dominik Joachimbauer, der mit lebendiger Erzählweise das Publikum in vergangene Zeiten entführte. So ging es unter anderem um die frühere Polizeistation, um Baumaßnahmen, bei denen man sich gar ein Wasserklosett beim Innwerk ausleihen wollte, sowie um hitzige Nachbarschaftsstreitigkeiten, die schon damals die Gemüter bewegten, und vieles mehr! Manches sorgte für Schmunzeln, anderes regte zum Nachdenken an und nicht selten wurde deutlich, dass politische Themen von früher bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Gerade im Kommunalwahlkampf zeigt sich immer wieder, Fragen rund um Infrastruktur, Ordnung, Zusammenleben oder kommunale Entwicklung beschäftigen die Menschen seit Generationen. Der Abend machte eindrucksvoll deutlich, dass Geschichte nicht nur Vergangenheit ist, sondern auch Orientierung für Gegenwart und Zukunft bieten kann.